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Von
"schlauen FÜKSEN und "alten Hasen" -
Schülerinnen und Schüler unterrichten Seniorinnen und
Senioren
"Gehen
Sie mit der Maus auf den Menü-Punkt `Datei´ und dann
auf `speichern unter´". So lautet eine mögliche
Anweisung einer jungen Lehrerin oder eines jungen Lehrers im Fach
Computer für Anfänger. In anderen Klassenräumen wird
Englisch oder Französisch gesprochen, der Umgang mit dem Handy
gelehrt oder das Gedächtnis trainiert. So oder ähnlich
gestaltet sich der Schulalltag für die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer des FUKS-Projektes.
Beschreibung
des FUKS-Projektes
Das
FUKS-Projekt ist ein generationenübergreifendes Projekt, bei
dem Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse in die Rolle
des Lehrers schlüpfen und Seniorinnen und Senioren ab dem 50.
Lebensjahr wieder die "Schulbank drücken". Die Buchstaben
des Namens FUKS stehen hierbei für Forschen, Unterrichten,
Kennlernen und Staunen. Die Schülerinnen und Schüler unterrichten
im Team die Seniorinnen und Senioren in Englisch, Französisch
oder anderen Fremdsprachen, im Umgang mit dem Computer oder dem
Handy und in vielem mehr, je nach Interesse und Fähigkeiten
der jugendlichen Lehrerinnen und Lehrer. Selbst die körperliche
Fitness kommt nicht zu kurz, denn auch ein Gymnastikkurs steht auf
dem "Stundenplan". Und auf Wunsch der Seniorinnen und
Senioren wurde auch der Kurs "Gedächtnistraining"
ein fester Bestandteil des Programms.
Das
FUKS-Projekt konkurriert nicht mit der Volkshochschule. Es wendet
sich an Seniorinnen und Senioren, die ohne Zeitdruck lernen wollen,
kein Zertifikat anstreben und den Kontakt zur Jugend suchen. In
lockerer Atmosphäre kann früher Gelerntes aufgefrischt
und/oder etwas Neues ausprobiert werden. Das Miteinander von Jung
und Alt ist hierbei genauso wichtig wie die Wissensvermittlung.
Der
Unterricht findet immer freitags in der Zeit zwischen 14.00 und
17.00 Uhr in den Räumen des Gymnasiums statt. Drei Zeiteinheiten
stehen für den Unterricht zur Verfügung, so dass die Seniorinnen
und Senioren die Möglichkeit haben, drei verschiedene Kurse
zu belegen. Umgekehrt können die Schülerinnen und Schüler
bis zu drei verschiedene Kurse am Nachmittag anbieten. In den ausgedehnten
Pausen können sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des
Projektes in der Cafeteria treffen und austauschen. Vielleicht müssen
ja auch noch die "Hausaufgaben" erledigt werden.
Entstehung und Ziele des Projektes
FUKS
ist ein Projekt, das in Zusammenarbeit mit dem Geschwister-Scholl-Gymnasium,
dem Jugendamt und der Seniorenbeauftragten der Stadt Pulheim im
Herbst 1999 nach dem Vorbild des "Eule-Projektes" am Rietberger
Gymnasium Nepomucenum entstanden ist.
Beim
FUKS-Projekt steht nicht die Wissensvermittlung sondern die Begegnung
zwischen Jung und Alt im Mittelpunkt. Der Dialog zwischen den Generationen
wird auf eine ganz besondere Art und Weise gefördert. Die älteren
Menschen lernen die Jugendlichen besser zu verstehen, sie können
Anteil nehmen an dem, was Jugendliche bewegt. Umgekehrt entwickeln
Jugendliche ein viel größeres Verständnis für
die ältere Generation.
Für
die Schülerinnen und Schüler bietet der selbsterteilte
Unterricht ganz neue Möglichkeiten des Lernens: selbstständiges
Einarbeiten in teilweise neue Themenkomplexe und Erwerb einer Lehrkompetenz,
wobei ihr vorhandenes Wissen vertieft und erweitert wird. Die Jugendlichen
werden bei diesem Projekt auf eine neue Art und Weise gefördert,
indem sie eigenverantwortlich den Stoff eines ganzen Schuljahres
planen und organisieren müssen. Selbstverständlich steht
ihnen hierbei das Koordinatorenteam unterstützend zur Seite.
Die Schülerinnen und Schüler erwerben durch ihren freiwilligen
Einsatz in ihrer Freizeit hohe soziale Kompetenzen, wichtige Schlüsselqualifikationen
für ihren beruflichen Weg.
Die
Seniorinnen und Senioren erhalten durch das FUKS-Projekt nicht nur
die Möglichkeit Kontakte zu den Jugendlichen zu knüpfen,
sondern können sich auch mit Ihresgleichen austauschen und
verabreden, um ihre Freizeit gemeinsam zu gestalten. So fördert
das FUKS-Projekt auch die sozialen Kontakte der Seniorinnen und
Senioren untereinander.
Zur
Verstärkung des Begegnungscharakters werden in jedem FUKS-Schuljahr
gemeinsame Veranstaltungen geplant und durchgeführt. Großen
Anklang findet hierbei die alljährliche Weihnachtsfeier sowie
der immer interessante und abwechslungsreiche Ausflug zum Ende eines
jeden Schuljahres. Daneben wurden bereits gemeinsame Besichtigungen,
Theaterbesuche und sogar eine mehrtätige Bildungsfahrt mit
den FUKS-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern unternommen.
FUKS-Projekt
im Schuljahr 2004/2005
Das
FUKS-Projekt ist auch bei anderen Schulen im Pulheimer Stadtgebiet
auf so großes Interesse gestoßen, dass sich mittlerweile
Schülerinnen und Schüler der benachbarten Realschule als
auch der nicht weit entfernten Hauptschule daran beteiligen. So
ist FUKS inzwischen nicht mehr nur eine generationen- sondern auch
ein schulformenübergreifendes und damit ein Netzwerk bildendes
Projekt geworden.
Zur
Zeit befindet sich das Projekt im sechsten "FUKS-Schuljahr"
und 50 Schülerinnen und Schüler sowie rund 100 Seniorinnen
und Senioren freuen sich wieder auf eine erfolgreiche, interessante
und abwechslungsreiche Zeit.
Bisher
war die Rückmeldung seitens der Schülerinnen und Schüler
als auch der Seniorinnen und Senioren durchgehend positiv: Engagement
und Spaß gehen bei diesem Projekt eine glückliche Verbindung
ein.
Ihr Koordinatorenteam:
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Karin Lindner
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Koordinatorin am Geschwister-Scholl-Gymnasium
in Pulheim |
Andrea Mevissen und
Karina Hensl |
Koordinatorinnen an der Marion-Doenhoff-Realschule
Pulheim |
| Sandra Junk |
Koordinatorin an der Gemeinschaftshauptschule
Pulheim
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| Barbara Rieder |
Seniorenbeauftragte
der Stadt Pulheim
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Kerstin Schiffer und
Sascha Berger |
Jugendamt
der Stadt Pulheim |
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